Die Pharaoameise
gehört als Überträger gefährlicher Krankheiten zu den bedeutenden Hygieneschädlingen. ( Grösse 2 bis 2,5mm ) Organische Abfälle, Aas, Exkremente und Küchenschaben gehören zu ihrem Nahrungsspektrum. Sie kann u. a. von Salmonellen bis Streptokokken und Staphylokokken übertragen. Problematisch für Krankenhäuser suchen die Ameisen in altem Verbandsmaterial nach Nahrung oder dringen in Gipsverbände ein, um an Wunden zu fressen. Sie fühlen sich aber auch in zentral geheizten Wohnungen, in der Gastronomie, in Bäckereien, Metzgereien wohl. Kaum sichtbar, verstecken sie ihre Nester in den kleinsten Ritzen und Spalten. Die Pharaoameise gelangte erstmals im vorigen Jahrhundert mit Handelsgütern nach Europa. Da sie auf Temperaturen von mindestens 18 Grad Celsius angewiesen ist, konnte sie sich in unseren Breitengraden erst während der letzten Jahrzehnte vermehren, und das explosionsartig. Wärme und Feuchtigkeit liebend, trifft man sie am häufigsten in zentral geheizten Wohnanlagen an. Gastronomie, Krankenhäuser, Betriebe der Lebensmittelverarbeitung und Hallenbädersind bevorzugte Lebensräume.
Versteckt in Ritzen und Fugen:
Pharaoameisen werden oft erst spät entdeckt: Die nur 2 bis 2,5 Millimeter langen, bernsteingelben Arbeiterinnen sind kaum zu sehen. Die Nester befinden sich in kleinsten Ritzen und Spalten, im Mauerwerk, unter losen Fliesen und zwischen Möbeln und Wänden. Man findet sie aber auch in Lüftungssystemen, Kabeltunneln und EDV-Anlagen - überall dort, wo es gemütlich warm ist. Ein Nest besteht aus vielen Tausend Ameisen, von denen man nur einen Bruchteil zu sehen bekommt. Auf der Futtersuche legen die Winzlinge bis zu 30 Meter zurück, so dass es nicht einfach ist, die Nester ausfindig zu machen. Mehrere Königinnen in einem Nest Im Gegensatz zu anderen Ameisenarten leben bis zu 2000 befruchtete und Eier legende Königinnen friedlich in einem Nest. Die Königinnen sind mit vier bis fünf Millimeter Körperlänge etwas größer als die Arbeiterinnen und als die schwarzen, etwa drei Millimeter langen männlichen Ameisen. Den Hauptteil ihrer 300 Tage dauernden Lebenszeit verbringen sie im Nest und lassen sich von den Arbeiterinnen füttern. Erst wenn der Platz nicht mehr ausreicht, wandern einige Königinnen mit einem Tross von Arbeiterinnen, Larven und Eiern aus und gründen eine neue Kolonie. Aus diesem Grund gibt es oft schon eine Vielzahl von Satellitennestern wenn die erste Ameise gesichtet wird.
Das macht die Bekämpfung extrem schwierig!!
Eiweiß als favorisiertes Fressen:
Allesfresser und auf ihrer Suche nach Nahrung machen sie vor nichts halt. In Krankenhäusern sind sie gefürchtet, weil sie nicht nur in altem Verbandsmaterial nach Nahrung suchen, sondern auch in Gipsverbände eindringen und an Wunden fressen. Keine Vorratshaltung ist vor ihnen sicher, weil sie selbst in gut geschlossene Verpackungen vordringen. Sie verschmähen aber auch tote Küchenschaben nicht sowie Aas, organische Abfälle und Exkremente.
Gefährdungspotential in Kankenhäusern:
Bei diesem Speiseplan wundert es nicht, dass die Pharaoameise ein bedeutender Hygieneschädling ist. Sie überträgt unter anderem Salmonellen, Streptokokken und Staphylokokken. In vielen Fällen ist die Übertragung gefährlicher Infektionen durch die Pharaoameise bereits nachgewiesen worden. Vorräte werden durch den Kontakt mit den Ameisen regelrecht verseucht. n Krankenhäusern sind die Winzlinge eine so große Gefahr, weil sie selbst in die engsten Ritzen eindringen. Auf diese Weise können sie Spritzkanülen, Schläuche für Katheder, ntubationsmaterial und sterile Instrumente infizieren.
Profieinsatz:
Fachmännisches Wissen ist bereits bei der eindeutigen Identifizierung der Ameisen gefragt. Eine falsche Bekämpfung ist nicht nur aussichtslos, sondern kann auch Schaden anrichten. Im Gegensatz zu anderen Ameisenarten sind Pharaoameisen extrem gesuchsempfindlich und werden von Sprüh- oder Spritzmitteln nur vertrieben. Für eine erfolgreiche Bekämpfung müssen die Köder in der Regel frisch hergestellt und im ganzen Gebäude verteilt werden. Alternativ dazu gibt es spezielle Köder, die von Fachunternehmen den professionellen Schädlingsbekämpfernzur Verfügung gestellt werden. Aber auch hier gilt: Professionelle Schädlingsbekämpfer wissen um die Anwendung und können nachhaltige Abhilfe schaffen.
Bei massivem Befall ist ein Bekämpfungskonzept mit regelmäßigen Kontrollen notwendig, das sich über mehrere Wochen und Monate hinziehen kann.
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